weg

Ist es ein Weg?

Hätte er ganz anders aussehen können?

Wäre ich dann glücklicher?

Jedes Jahr zu Sylvester habe ich mir vorgenommen, ein glückliches neues Jahr zu leben. Ich habe mir vorgenommen einiges dafür zu tun. Ich wollte die Tage mit einem Lachen beginnen und beenden.

Geschafft habe ich es keine drei Tage.

Heuer hat sich für mich die Frage gestellt: Warum ich?

Warum habe ich diese Krankheit?

Warum habe ich diese Entscheidungen in meinem Leben so gefällt?

So gern ich es möchte aber ich kann die Fragen nicht beantworten.

Es ist wie es ist.

Also gab es dieses Jahr einfach einmal keine Neujahrsvorsätze, kein Putzen der Wohnung und keine große Hoffnung.

Vielleicht wird es besser. Schlimmer – bitte nicht.

Wir werden sehen.

Weihnachtsfeier wieder ohne mich

kind

Ich arbeite seit 12 Jahren in der selben Firma sicher in unterschiedlichen Abteilungen aber alle haben immer Weihnachtsfeiern veranstaltet.

Sie sind nicht spektakulär aber ein gemütliches Zusammentreffen.

Ich habe es in den 12 Jahren genau 3 mal geschafft! Und auch heuer wieder nicht obwohl ich mich richtig gefreut habe und jetzt noch ein bisschen traurig bin aber der Brechdurchfall meines Sohnes war stärker.

Also eigentlich hätte sie jetzt um halb eins beginnen sollen, was sie auch tut, nur ohne mich.

Heute in der Früh, noch bevor mein Wecker geklingelt hat, kommt mein Sohn bleich zu mir und meint:“Mir ist so schlecht.“ Also kläre ich alles ab, wie schlecht wirklich, weil die Klasse fährt heute in eine Planetenausstellung. Resultat: wirklich schlecht!

Mein Mann ist schon bei der Arbeit, ich telefoniere kurz mit ihm. Der Sohn bleibt zu Hause.

Und ich, soll ich meinen Sohn alleine lassen? Wenn es nicht so schlimm ist sicher aber wie soll ich das jetzt entscheiden?

Also entscheide ich mich für das Kind und gegen mein Vergnügen. Mama bleibt zu Hause.

Der Sohn ist überglücklich, ich denke mir nur welches Timing.

Mein Mann checkt am Nachmittag, dass ich zu Hause bin und meint, es wäre nicht notwendig gewesen.

Was ist schon notwendig?

Mein Sohn kann sich auf mich verlassen, er hat heute wieder gespürt ich bin für ihn da und das ist notwendig!

Ich arbeite noch 25 Jahre, ich kann noch zu vielen Weihnachtsfeiern gehen und Spaß haben.

 

die Leere

dunkelheit

In mir nur Leere. Alles ist ausgehöhlt.

Ich habe einen Körper, der mich stehen lässt.

Ich habe Füße, die mich tragen. Schritt für Schritt, so gehe ich durch den Tag.

Ich habe Hände, die meine Kinder berühren.

Ich habe Lippen, die meinen Mann küssen.

Ich habe Augen, die immer noch Licht im Schatten sehen.

Ich kann riechen, dass es eine Zukunft gibt.

Aber meine Seele wo bist du?

Wo habe ich die verloren?