Nachos, Sachertorte und Co!

Wer kennt das nicht, ach ich esse nur zwei / drei Nachos und dann ist es plötzlich doch die ganze Packung.  Eine Sachertorte für den Liebsten zum Geburtstag, ist dann plötzlich mehr für mich da als für ihn. Und als er die Torte nicht anschneiden will, werde ich böse, weil ich mir doch so sehr ein Stück wünsche!

Ich weiß, dass es keine Zuckerabhängigkeit gibt aber ich bin überzeugt irgendwie verspüre ich eine starke Abhängigkeit zu Süßspeisen, Schokolade und Co.

Ich habe es schon einmal 2 Monate und ein 2. mal 6 Monate ohne Zucker geschafft.

Es ist nicht schwierig wenn deine Seele heil ist.

Dann bist du glücklich und brauchst keine externen Botenstoffe.

Ich bin momentan traurig, unglücklich und identitätslos und so hilft mir die Schoko zu einem kurzen Moment von Glück.

Schön traurig.

Leider sind die Momente kurz und der Rest dann noch viel trauriger.

Aber ich weiß momentan einfach nicht wie ich es sonst schaffen soll!

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Ich bin am Ende…ich könnte nur weinen…

Ich komme mir momentan so vor als stünde ich vor den Trümmern meines Lebens.

In der Arbeit bin ich nun schon das 2. mal gescheitert. Ich war ja vor 2 Jahren richtig richtig krank und sehr lange stationär im Krankenhaus. Als ich wieder gesund war habe ich mir geschworen, dass ich mein Leben genießen werde und es nicht schwer nehme.

Ich habe mehr als ein Jahr so richtig schön gelebt und dann kam der Einbruch.

Eskalation in der Arbeit, meine Krankheit ist wieder voll ausgebrochen, mein Körper will mehr und mehr und so sind nun 14 Kilo mehr oben. Ich kann nicht schlafen und nicht weinen.

Der einzige Halt sind mein Mann und meine Kinder, danke dass sie so für mich da sind.

Beim letzten Vollmond habe ich viel Altes verbrannt!

Aber ich spüre nichts – das Alte hält mich mehr denn je.

Ich mag nicht mehr!!! Gib mir Leichtigkeit!!!

Bitte!

WOW – dieses Leben!

Ich beschäftige mich schon sehr sehr lange mit mir und meiner Geschichte. Die Geschichte meiner Familie und meine persönliche Entwicklung.

Bevor bei mir meine Krankheit diagnostiziert wurde, hat es mich oft durch das Leben geschmissen. Von ganz überaus glücklich bis zu tiefst betrübt, habe ich wirklich alles in allen Nuancen erlebt. Nicht immer ist vor allem in so emotionalen Situationen eine objektive Betrachtungsweise möglich.

Objektiv konnte ich immer nur sein, wenn ich gerade mal eine gute ausgeglichene Phase hatte. Heute kann ich dies hier schreiben, weil ich alles analysiert habe.

Jetzt bin ich in ständiger Therapie und so können die Spitzen, die zerstörerischen Momente, meiner Emotionen abgefedert werden.

Und doch immer wieder, wahrscheinlich zum Glück, gibt es Erlebnisse, die ich nie vermuten würde.

Und heute war so ein Tag.

Ich hatte in der Körpertherapie Erkenntnisse gewonnen, die so neu und speziell sind, als ob ich ein Neuling wäre.

So jetzt sind sie da, mächtig, überwältigend und ich weiß nicht was ich damit machen soll.

Wirken lassen ist momentan meine Strategie und ich kann euch sagen, es ist fast nicht zu ertragen.

Aber was anderes steht mir aktuell nicht zur Verfügung!

Nicht vergessen, nicht verdrängen, annehmen, abwarten und erst dann agieren wenn es passt.

WOW – dieses Leben!

Neumond ist der Tag des Neubeginns

Heute ist Neumond. Dazu kommt eine Sonnenfinsternis, die wir zwar nicht sehen werden aber nur weil wir manches nicht sehen, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt.

Meine Kinder haben sich als Kleinkinder immer die Hände vor die Augen gehalten und verstecken gespielt. Heute würde ich viel dafür geben, mich hinter meinen Händen verstecken zu können.

Ich habe 2 Jahre hinter mir, die ein Schweigen hier verursacht haben. Ich hatte das Hoch meines Lebens und dem folgte ein Tief. Ein richtig tiefes Tief.

Und heute sitzen ich wieder hier und habe immerhin soviel Kraft, dass ich meine Gedanken bündeln und sie zu „Papier“ bringen kann.

Ich habe mich wiedereinmal verloren, ich habe meine Figur verloren, ich habe meine Sicherheit verloren und vor allem ich habe meine Leichtigkeit verloren.

Heute ist Neumond und heute soll man Altes zurück lassen um dem Neuen Platz zu geben.

Ich habe heute mich gezeichnet. Ich werde die Zeichnung noch mit einigen Themen beschriften, die ich gerne zurück lassen möchte und dann werde ich meine Zeichnung verbrennen. Ich werde mich beim Alten bedanken und es auf den Weg schicken. Ich werde das Neue begrüßen und ihm einen liebevollen Platz einräumen. Ich werde mir selbst Zeit geben, mir mitteilen, dass ich Geduldig sein darf  und ich werde mir sagen, dass ich mich liebe und ich mir vertraue.

Dann werde ich noch ein bisschen dem Feuer zusehen um dann in einen Traumlosen Schlaf zu sinken.

Heute ist ein großer TAG!

Ist es ein Weg?

Hätte er ganz anders aussehen können?

Wäre ich dann glücklicher?

Jedes Jahr zu Sylvester habe ich mir vorgenommen, ein glückliches neues Jahr zu leben. Ich habe mir vorgenommen einiges dafür zu tun. Ich wollte die Tage mit einem Lachen beginnen und beenden.

Geschafft habe ich es keine drei Tage.

Heuer hat sich für mich die Frage gestellt: Warum ich?

Warum habe ich diese Krankheit?

Warum habe ich diese Entscheidungen in meinem Leben so gefällt?

So gern ich es möchte aber ich kann die Fragen nicht beantworten.

Es ist wie es ist.

Also gab es dieses Jahr einfach einmal keine Neujahrsvorsätze, kein Putzen der Wohnung und keine große Hoffnung.

Vielleicht wird es besser. Schlimmer – bitte nicht.

Wir werden sehen.

Weihnachtsfeier wieder ohne mich

Ich arbeite seit 12 Jahren in der selben Firma sicher in unterschiedlichen Abteilungen aber alle haben immer Weihnachtsfeiern veranstaltet.

Sie sind nicht spektakulär aber ein gemütliches Zusammentreffen.

Ich habe es in den 12 Jahren genau 3 mal geschafft! Und auch heuer wieder nicht obwohl ich mich richtig gefreut habe und jetzt noch ein bisschen traurig bin aber der Brechdurchfall meines Sohnes war stärker.

Also eigentlich hätte sie jetzt um halb eins beginnen sollen, was sie auch tut, nur ohne mich.

Heute in der Früh, noch bevor mein Wecker geklingelt hat, kommt mein Sohn bleich zu mir und meint:“Mir ist so schlecht.“ Also kläre ich alles ab, wie schlecht wirklich, weil die Klasse fährt heute in eine Planetenausstellung. Resultat: wirklich schlecht!

Mein Mann ist schon bei der Arbeit, ich telefoniere kurz mit ihm. Der Sohn bleibt zu Hause.

Und ich, soll ich meinen Sohn alleine lassen? Wenn es nicht so schlimm ist sicher aber wie soll ich das jetzt entscheiden?

Also entscheide ich mich für das Kind und gegen mein Vergnügen. Mama bleibt zu Hause.

Der Sohn ist überglücklich, ich denke mir nur welches Timing.

Mein Mann checkt am Nachmittag, dass ich zu Hause bin und meint, es wäre nicht notwendig gewesen.

Was ist schon notwendig?

Mein Sohn kann sich auf mich verlassen, er hat heute wieder gespürt ich bin für ihn da und das ist notwendig!

Ich arbeite noch 25 Jahre, ich kann noch zu vielen Weihnachtsfeiern gehen und Spaß haben.

 

die Leere

In mir nur Leere. Alles ist ausgehöhlt.

Ich habe einen Körper, der mich stehen lässt.

Ich habe Füße, die mich tragen. Schritt für Schritt, so gehe ich durch den Tag.

Ich habe Hände, die meine Kinder berühren.

Ich habe Lippen, die meinen Mann küssen.

Ich habe Augen, die immer noch Licht im Schatten sehen.

Ich kann riechen, dass es eine Zukunft gibt.

Aber meine Seele wo bist du?

Wo habe ich die verloren?